Clinica Tambre

Wie läuft eine IVF mit Samenspende ab und welche Erfolgsraten gibt es?

Für Frauen ohne männlichen Partner oder Paare, bei denen die Samenqualität stark beeinträchtigt ist oder eine genetische Erkrankung vorliegt, die sich nicht durch eine Präimplantationsdiagnostik (PID) ausschließen lässt, kann eine IVF mit Samenspende eine sichere und effektive Möglichkeit sein, den Traum von einem gesunden Baby zu erfüllen.

Wenn Sie über eine Samenspende nachdenken, ist es wichtig zu verstehen, wie diese Behandlung abläuft und welche rechtlichen Rahmenbedingungen ihre Sicherheit und Wirksamkeit gewährleisten.

Wie läuft eine IVF mit Samenspende ab?

Das Ziel einer IVF besteht darin, die besten reifen Eizellen zu gewinnen, um sie mit Spermien zu befruchten. Bei einer IVF mit Spendersamen unterscheidet sich die Behandlung für die Patientin nicht von einer IVF mit den Gameten des Partners. Der einzige Unterschied liegt im Labor: Anstelle des Samens des Partners wird der eines Spenders verwendet. Der Ablauf ist wie folgt:

1-Auswahl des Samenspenders

Der erste Schritt einer IVF mit Samenspende besteht in der Auswahl des geeigneten Spenders. Bei Tambre stammen alle Spender aus unserer eigenen Samenbank, in der die Proben nach der Entnahme mindestens sechs Monate eingefroren bleiben, um sicherzustellen, dass keine übertragbaren Infektionen vorliegen.

Nach spanischem Gesetz muss ein Samenspender körperlich und psychisch gesund sein, ein bestimmtes Alterskriterium erfüllen (in der Regel zwischen 18 und 35 Jahren), keine familiäre Vorgeschichte mit erblichen genetischen Erkrankungen aufweisen und frei von sexuell übertragbaren Krankheiten sein. Außerdem muss die Qualität der Samenprobe ausgezeichnet sein und über den von der WHO festgelegten Referenzwerten liegen.

Auch in Spanien schreibt das Gesetz vor, dass der Samenspender der Mutter möglichst ähnlich sein soll. Deshalb wählen wir den passenden Spender anhand von Merkmalen aus, die der zukünftigen Mutter entsprechen, wie Blutgruppe, ethnische Herkunft und physisches Erscheinungsbild.

Wichtig ist außerdem: Die Samenspende erfolgt in Spanien anonym. Das bedeutet, dass weder Spender noch Empfängerin die Identität des jeweils anderen erfährt.

2-Ovarielle Stimulation

Wie bei einer herkömmlichen IVF wird auch hier eine kontrollierte ovarielle Stimulation durchgeführt. Dabei erhält die Patientin Medikamente, um die Produktion reifer Eizellen in den Eierstöcken anzuregen.

In dieser Phase, die wir bei Tambre individuell an jede Patientin anpassen, überwachen wir die Entwicklung der Eizellen engmaschig durch regelmäßige Ultraschalluntersuchungen.

3-Follikelpunktion

Sobald die Eizellen ihre Reife erreicht haben, erfolgt ein Eingriff, der als Follikelpunktion bezeichnet wird. Dabei werden die Eizellen mithilfe von Ultraschallbildern aus den Eierstöcken entnommen. Ziel ist es, die Flüssigkeit aus den Follikeln mit einer feinen Nadel, die durch die Vagina eingeführt wird, zu aspirieren, während die Patientin sediert ist. Die gewonnene Follikelflüssigkeit wird anschließend im Labor analysiert, um die Eizellen zu isolieren.

4-Befruchtung der Eizellen

Sobald die Eizellen der Patientin gewonnen sind, wird die zuvor eingefrorene Samenprobe im andrologischen Labor aufgetaut und aufbereitet. Anschließend werden die Eizellen im embryologischen Labor mit den Spenderspermien zusammengeführt. Dies erfolgt entweder im Rahmen einer konventionellen IVF, bei der Eizellen und Tausende von Spermien gemeinsam in einer Kulturschale inkubiert werden, um eine natürliche Befruchtung zu ermöglichen, oder durch die intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Bei der ICSI-Methode wird ein einzelnes, sorgfältig ausgewähltes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht, um die Befruchtung gezielt herbeizuführen.

5-Embryokultur

Nach der Befruchtung werden die entstandenen Embryonen im Labor zwischen zwei und sechs Tagen kultiviert, um ihre Entwicklung zu ermöglichen. Danach sind sie bereit für den Transfer in die Gebärmutter oder, in bestimmten Fällen, für die Kryokonservierung.

In Tambre verfügen wir über modernste Time-Lapse-Inkubatoren, die es uns ermöglichen, jeden Embryo rund um die Uhr individuell zu beobachten. Dadurch müssen die Embryologen die Kulturschalen nicht aus dem Inkubator nehmen, um den Entwicklungsstand unter dem Mikroskop zu prüfen. Auf diese Weise bleiben die Bedingungen für die Embryonen so stabil wie möglich, ohne unnötige Manipulation, Lichteinwirkung oder Temperaturschwankungen.

6-Vorbereitung des Endometriums

Das Endometrium ist die Schleimhaut, die die Gebärmutter von innen auskleidet. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Einnistung des Embryos, dem entscheidenden Schritt, damit eine Schwangerschaft entstehen kann.

Bei Tambre wissen wir, wie wichtig dieser Faktor für den Erfolg einer IVF mit Samenspende ist. Deshalb gestalten wir die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut individuell für jede Patientin. Durch eine gezielte Behandlung mit Östrogenen und Progesteron unterstützen wir den Aufbau eines sogenannten dreischichtigen (trilaminaren) Endometriums mit einer Dicke von mindestens 7 bis 8 Millimetern – ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Einnistung des Embryos.

7-Embryotransfer

Abschließend wird einer der ausgewählten Embryonen in die Gebärmutter der Frau übertragen. Um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden, empfehlen wir bei Tambre grundsätzlich den Transfer eines einzelnen Embryos.

Der Embryotransfer ist ein in der Regel schneller und schmerzfreier Eingriff, vergleichbar mit einer gynäkologischen Untersuchung. Bei Tambre erfolgt der Transfer stets am fünften oder sechsten Tag der embryonalen Entwicklung, im Blastozystenstadium. Der genaue Tag des Transfers hängt von den individuellen Gegebenheiten des jeweiligen Zyklus und der Patientin ab.

Nach dem Embryotransfer kann eine unterstützende Medikation eingesetzt werden, um die Gebärmutterschleimhaut zu stabilisieren und optimale Bedingungen für die Einnistung sowie die frühe Entwicklung der Schwangerschaft zu schaffen. Bleiben nach dem Transfer noch Embryonen übrig, werden diese durch Vitrifikation eingefroren und für zukünftige Behandlungszyklen aufbewahrt, ohne dass eine erneute hormonelle Stimulation oder Follikelpunktion nötig ist.

8-Schwangerschaftstest

Etwa 12 bis 15 Tage nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt, bei dem der Beta-hCG-Wert (humanes Choriongonadotropin) bestimmt wird. Dieser Bluttest zeigt, ob die In-vitro-Fertilisation mit Samenspende erfolgreich war.

Erfolgsraten einer IVF mit Samenspende

Die Erfolgsraten einer IVF mit Samenspende hängen in erster Linie vom Alter der zukünftigen Mutter und von der Qualität ihrer Eizellen ab. Da die Samenzellen eines Spenders stets sorgfältig ausgewählt und von hoher Qualität sind, spielt die Eizellqualität die entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg.

Auch weitere Faktoren beeinflussen das Ergebnis, wie die Beschaffenheit der Gebärmutter und die Vorbereitung des Endometriums, die Bedingungen während der Embryokultur, eine eventuelle Vitrifikation der Embryonen vor dem Transfer sowie die Anzahl der übertragenen Embryonen.

In der Clínica Tambre arbeiten wir nach den strengsten Qualitäts- und Kontrollstandards. Unsere Verfahren zur Auswahl von Samenspendern erfolgen stets im Einklang mit der geltenden Gesetzgebung und erfüllen höchste Ansprüche an Sicherheit und Qualität.

Wir sind auf fortgeschrittene Reproduktionsmedizin spezialisiert und gehen über standardisierte Verfahren hinaus, um individuell angepasste Behandlungen anzubieten. So erzielen wir besonders gute Ergebnisse und hohe Erfolgsraten bei der IVF mit Samenspende.

Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie jetzt Ihren ersten Termin bei Tambre unter +34 914 116 111 – wir sprechen auch Deutsch! Bei Ihrer Erstkonsultation lernen Sie Ihr auf Fruchtbarkeit spezialisiertes Gynäkologenteam kennen, das Sie während des gesamten Prozesses begleitet. Dabei führen wir alle wichtigen Untersuchungen durch, um herauszufinden, welche Optionen für Sie die besten Erfolgsaussichten bieten, einschließlich der IVF mit Spendersamen.