Oscar Giménez
“Die Tatsache, dass ich mit emotional intensiven Geschichten arbeite, motiviert mich jeden Tag, mein Bestes zu geben.”
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Schon als Kind war mir klar, dass ich in einem Labor arbeiten wollte, weil mich Mikroskope einfach unglaublich fasziniert haben. Mit der Zeit ist diese Idee konkreter geworden, und ich konnte mir gut vorstellen, mit pflanzlichen und menschlichen Zellen zu arbeiten. Erst als ich einen Andrologiekurs gemacht habe, war mir endgültig klar, dass ich in der Reproduktionsmedizin arbeiten wollte.
Ganz klar das Wissen, dass meine Arbeit anderen Menschen Freude macht und ihnen gleichzeitig hilft, ihren Traum zu erfüllen, neues Leben in die Welt zu bringen. Außerdem ist es ein Bereich, in dem man leicht großartige Kolleginnen und Kollegen findet, beruflich wie menschlich, und auch das bedeutet mir sehr viel.
Man trifft zwangsläufig auf sehr persönliche und emotional intensive Geschichten, die einen innerlich verändern. Mit der Zeit wird daraus aber zusätzliche Motivation, im Arbeitsalltag mein Bestes zu geben und mich immer weiterzuentwickeln.
Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass viele Momente in Erinnerung bleiben, nicht nur ein einziger. Es gibt aber einen Augenblick, den ich aus den meisten Behandlungen mitnehme: die Dankbarkeit und die Tränen in den Augen einer Patientin zu sehen, wenn ein Embryotransfer gerade beendet ist. Das ist eines der bewegendsten Geschenke, die dieser Beruf mit sich bringt.
Neben der Zeit mit Familie und Freunden beschäftige ich mich gerne mit Informatik, Finanzen, Wissenschaft, Philosophie und Kochen. Ich konzentriere mich immer mehr darauf, im Moment zu leben und jeden Augenblick mit meiner Frau und meinem Sohn zu genießen.
